Startseite » Katalog » Über 100 Jahre Musikhaus B. Hummel

Anno 1900 kam der Instrumentenbauer Heinrich Hummel mit seiner Frau Babette nach Frankfurt am Main. Sie versprachen sich von den wohlhabenden Bürgern der freien Reichsstadt gute Geschäfte und eine rege Nachfrage für das Kunsthandwerk Zitherbau.
Durch die Geburt der Töchter Luise (1902) und Irene (1904) nahm eine langgehegte Existenzgründungsidee Gestalt an: Das Musikhaus Heinrich Hummel wurde 1904 in der Taunusstrasse 24 gegründet. Im damaligen Sortiment befanden sich neben den selbstgefertigten Zitherinstrumenten auch Mandolinen, Violinen, Wandergitarren und andere Zupfinstrumente. Mundharmonikas, Trommeln, Pauken, Blech- und Holzblasinstrumente, Spielmannszug- und Marschmusik Instrumente, sowie Notenwerk rundeten das Sortiment ab.Heinrich Hummel gründete zudem auch zwei Zithervereine in Frankfurt am Main.
Die hauseigene Reparaturwerkstatt bildete den Arbeitsplatz von Heinrich, während die Verkaufstheke das Terrain von Babette Hummel war. Nach dem frühen Tod von Heinrich Hummel (1917) führte seine Babette mit Ihren beiden Töchtern das Geschäft durch die Weimarer Zeit, die Weltwirtschaftskrise der späten 20er Jahre und durch die Wirren des 2. Weltkrieges. Bereits nach Ende des 1. Weltkrieges (1918) zog das Musikhaus B. Hummel ein paar Häuser weiter in die Taunusstrasse 43, wo sich noch heute die Gitarren- und Bass Abteilung befindet.

Die ältere Tochter Luise heiratete den Dirigenten Peter Ernst, das Nesthäkchen Irene den Lehrersohn und späteren Prokuristen Otto Hahn. Irene und Otto bekamen zwei Söhne: Hans-Heinrich und Klaus-Peter. Beide führen noch heute das Geschäft in der 3. Generation mit wiederum Ihren Söhnen Robert, Bernhard, Stefan und Martin, die als 4. Generation der Musikalienhändler Dynastie das Geschäft weiter führen.
Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte sich das Sortiment erheblich. Durch die starke Präsenz der Alliierten in Frankfurt schwappten die neuesten Trends aus Amerika über den grossen Teich. Die erste elektrische Gitarre von Leo Fender, das weltberühmte Stratocaster Modell, wurde importiert und im Musikhaus Hummel verkauft. Kurz darauf folgten Les Pauls Gibson Gitarren und Bässe. Ebenso die ersten Synthesizer (Robert Moog). Um die sagenhafte Hammond Orgel anbieten zu können bestieg man den firmeneigenen Opel Blitz, fuhr nach England und importierte diese ebenso wie Verstärker- und Gesangsanlagen aller Art, sowie Beschallungssysteme für Live Clubs, Bars und Konzertsäle. Es war die grosse Zeit der Showbands und Tanzpaläste, die Diskothek war noch nicht erfunden.
Anfang der 70er Jahre erfolgte der erste Spatenstich für ein Tonstudio in Frankfurt-Oberrad. Hans-Heinrich Hahn, der an der Hohner Musikschule in Trossingen zum Musiklehrer ausgebildet wurde und sein Bruder Klaus-Peter Hahn, der die klassische Musikalienhändler Ausbildung abschloss, erfüllten sich mit dem Bau des Tonstudios einen Jugendtraum: Das Cream Recording Studio wurde 1978 eröffnet. Künstler wie Nazareth, Markus, Nena, Günther Strack, Geier Sturzflug, Costa Cordalis, Delegation, um nur wenige zu nennen, nahmen im Cream Studio auf.
Ebenfalls 1978 eröffneten die Brüder Hans und Klaus das Percussion Center in der Taunusstrasse 49. Seinerzeit der erste reine Drum Laden mit einem Vorführraum. Zu dieser Zeit war es üblich sein Schlagzeug aus dem Regal zu kaufen. Endlich konnten interessierte Schlagzeuger das Gretsch, Slingerland oder Ludwig Drum nebeneinander ausprobieren und vergleichen.

Wir, die jetzt in vierter Generation dieses traditionelle Frankfurter Musikhaus in die Zukunft führen, sind schon ein wenig stolz auf eine solch lange Geschichte zurückblicken zu können. Unsere Preise sind absolut konkurrenzfähig und wir setzen trotz des heutigen "Geiz ist Geil -Wahns" auch heute noch auf eine persönliche Beratung mit Kompetenz.
Wir nehmen uns Zeit und fertigen nicht wie im Musikaliensupermarkt unsere Kunden ab.
Wir freuen uns auf Euch.
